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Sport - 2 Wochen ago

Alba Berlin erwartet eine heißblütige Kulisse

Am Mittwoch ist Alba Berlin zum zweiten Spiel der Zwischenrunde bei Partizan Belgrad zu Gast – und trifft auf alte Bekannte aus der Bundesliga.

Den kennt man doch. Partizans Alex Renfroe (rechts) spielte ein Jahr für Alba.

Bei Alba Berlin sind sie für gewöhnlich ziemlich gut informiert über ihre Gegner. Wenn Trainer Aito Garcia Reneses und Kapitän Niels Giffey vor dem Auswärtsspiel bei Partizan Belgrad an diesem Mittwoch (20 Uhr, live bei Telekomsport) also nicht vor einem bestimmten Spieler oder spezifischen Stärken warnen, sondern vor der Halle, will das schon etwas heißen. Die Fans von Partizan sind europaweit bekannt für ihre Leidenschaft und können in der 6000 Zuschauer fassenden Aleksandar-Nikolic-Halle einen unheimlichen Lärm veranstalten. Das ist für den Gast nicht gerade ein Vergnügen. „Das Spiel wird viel über den Kampf gehen“, sagt Giffey. „Die Kulisse in Belgrad ist unglaublich hart.“

Schon vor einem Jahr traf Alba im Eurocup auf Partizan, damals in der Vorrunde, und gewann beide Spiele. „Ich habe schon oft in Belgrad gespielt, einfach war es nie“, sagt Reneses dennoch. „Besonders wegen der enthusiastischen Fans, die viel Druck ausüben können.“

In der vergangenen Saison waren die Berliner den Serben klar überlegen. Partizan befand sich mitten im Umbruch und hatte eine sehr junge Mannschaft. Unter dem ehemaligen Bamberger Meistertrainer Andrea Trinchieri, der seit zwei Monaten im Amt ist, sind aber punktuell erfahrene Profis hinzugekommen. So wie Alex Renfroe, der von 2014 bis 2015 in Berlin spielte. Während Alba die Vorrunde als Gruppenzweiter souverän überstand, zitterte sich Partizan mit nur vier Siegen in zehn Spielen in die Zwischenrunde. Dort gab es zum Auftakt in Vilnius eine Auswärtsniederlage, die Partizan gegen Alba bereits unter Druck setzt.

Die Berliner befinden sich in einer deutlich komfortableren Situation. Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel könnte sich Alba eine hervorragende Ausgangsposition für den Einzug in das Viertelfinale erarbeiten. Allerdings kassierten die Berliner am vergangenen Samstag in Braunschweig überraschend die dritte Bundesliga-Niederlage dieser Saison und befinden sich mitten in einem fünf Spiele andauernden Auswärtstrip. „Die Reiserei wird uns viel Energie kosten, aber darauf müssen wir uns einstellen“, sagt Reneses.

In Belgrad ist sein Team dennoch favorisiert. „Sie haben einen Trainer, der schon alles gewonnen hat, und sind ein erfahrenes Team“, sagt Trinchieri, der die Berliner noch gut aus seiner Zeit in der Bundesliga kennt. „Alba spielt sehr guten Basketball und hat vielleicht die beste Bewegung abseits des Balles in Europa“, sagt Trinchieri.

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