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Sport - 11.05.2019

NADA leitet Disziplinarverfahren gegen Lehmann-Dolle ein

Die NADA leitet ein Disziplinarverfahren gegen Robert Lehmann-Dolle ein. Auch auf Grund eines Whistleblowerhinweises.

In Seefeld fing es an. Bei der Ski-WM in Österreich begangen die Ermittlungen gegen den Mediziner aus Erfurt.

Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland leitet ein Disziplinarverfahren vor dem Deutschen Sportschiedsgericht DIS gegen den ehemaligen Eisschnellläufer Robert Lehmann-Dolle ein. Das teilte die NADA am Freitag auf ihrer Homepage mit. Grund ist ein möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen. Zuvor hatte die ARD-Doping-Redaktion berichtet, dass ein Eisschnellläufer in die Blutdoping-Affäre um den Erfurter Mediziner Mark S. verwickelt sein soll. Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft hatte den Namen bislang nicht bestätigt. Am Freitag erläuterte der Verband das Sanktionsverfahren der NADA und erklärte, keine weiteren Stellungnahmen zum Inhalt des Verfahrens oder zu den Betroffenen abzugeben.

Lehmann nahm 2006, 2010 und 2014 an Olympischen Winterspielen teil und verbuchte in der Teamverfolgung in Turin 2006 auf Rang sieben seine beste Platzierung. Zuletzt hatte der Thüringer im Olympiastützpunkt Berlin als Nachwuchstrainer gearbeitet und war in der vorigen Woche suspendiert worden.

„Aufgrund eines Whistleblowerhinweises und in enger Zusammenarbeit mit der Schwerpunktstaatsanwaltschaft München I erhielt die NADA Erkenntnisse bezüglich eines möglichen Dopingverstoßes von Herrn Lehmann-Dolle in einem sportrechtlich nicht rechtsverjährten Zeitraum vor 2015“, hieß es von der NADA. Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen der NADA in den vergangenen Wochen hätten den Verdacht verdichtet.

Der Deutsche Olympische Sportbund hat die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den ehemaligen Eisschnellläufer und aktuellen Trainer Robert Lehmann-Dolle begrüßt. „Es ist hilfreich und wichtig, dass die öffentlich gewordenen Vorwürfe nun konkret überprüft werden und durch das Verfahren gegebenenfalls die notwendigen Sanktionen ausgesprochen werden können“, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme des DOSB.

„Unser Dank gilt nochmals dem Whistleblower, der diesen Skandal aufgedeckt hat, und den Ermittlungsbehörden“, hieß es in der DOSB-Mitteilung weiter. Dank ihrer wertvollen Arbeit lägen nun die notwendigen Erkenntnisse vor, durch die ein sportrechtliches Verfahren eingeleitet werden konnte. „Die Ergebnisse erwarten wir mit großem Interesse, weil sie für den gesamten Anti-Doping-Kampf von weitergehender Bedeutung sein können“, betonte der DOSB. Die bereits erfolgte Freistellung des Trainers von seinen bisherigen Aufgaben sieht der Verband „als unabdingbar notwendig an“. (dpa)

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