Home Sport Pinturault ist Weltmeister, Straßer Fünfter
Sport - 12.02.2019

Pinturault ist Weltmeister, Straßer Fünfter

Skirennfahrer Linus Straßer verpasst nach einer starken Abfahrt eine Medaille nur knapp – der Titel geht an den Franzosen Alexis Pinturault.

Hoch die Skier und den Stock. Alexis Pinturault kombiniert wie ein Weltmeister.

Linus Straßer hat die erste Medaille für Deutschland bei der alpinen Ski-WM in Are als Fünfter in der Kombination knapp verpasst. Der Skirennfahrer vom TSV 1860 München verbesserte sich nach Rang 29 in der Abfahrt erheblich, kam im Slalom an die Podestplätze aber nicht ganz ran. „Hätte mir vorher jemand gesagt, du kannst Fünfter werden, hätte ich gesagt: Ja cool“, erzählte der 26-Jährige. „Jetzt, wo es Realität geworden ist, ist man natürlich so ein bisschen enttäuscht oder traurig, dass nur 34 Hundertstel auf eine Medaille fehlen.“

Voraussichtlich letzter Weltmeister in dieser Disziplin wurde der Franzose Alexis Pinturault. Ein Jahr nach Olympia-Silber war er am Montag 0,24 Sekunden schneller als der Slowene Stefan Hadalin, der nach der Abfahrt 30. gewesen war. Bronze holte sich Marco Schwarz aus Österreich. Die Disziplin steht vor dem Aus bei Großereignissen.

So gut wie Markus Wasmeier 1989

Schon Viktoria Rebensburg und Josef Ferstl auf den Plätzen vier und sechs im Super-G waren knapp an einer Medaille für den Deutschen Skiverband (DSV) vorbei geschrammt. Neben dem Team-Event am Dienstag gibt es noch die beiden Slaloms und Riesenslaloms, um die erste Ski-WM ohne Medaillen für den DSV seit 16 Jahren zu verhindern. „Fürs Team ist alles drin“, sagte Straßer. So gut wie er war in einer WM-Kombination zuletzt Markus Wasmeier mit Rang fünf 1989.

Straßer hatte sich mit einer beherzten Fahrt in der Abfahrt eine gute Ausgangssituation für den Slalom erarbeitet und hatte als zweiter Starter eine frische Piste. Auf Silbergewinner Hadalin verlor er zwar prompt sieben Zehntelsekunden, zeigte ansonsten aber den besten Slalom-Lauf des Winters und verbuchte die drittbeste Laufzeit. „Im unteren Hang bin ich etwas zu hart gefahren, leider“, meinte er.

Womöglich kommt er neben seinem fest eingeplanten Start im Team-Event nun doch auch noch im Slalom am Sonntag zum Zug. „Das Abfahrt fahren habe ich ein bisschen dafür hergenommen, dass ich mal wieder auf andere Gedanken komme“, sagte Straßer. In den Slalom-Weltcups war er in dieser Saison nie in den zweiten Durchgang gekommen.

Als zweiter deutscher Starter hatte Dominik Schwaiger in seiner besseren Disziplin Abfahrt gepatzt und war am Ende 35. geworden. Kombinations-Olympiasieger Marcel Hirscher aus Österreich hatte auf einen Start in der Disziplin verzichtet. (dpa)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Check Also

Jens Spahn reist in den Kosovo, um Pflegekräfte anzuwerben

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU): Im Kosovo und in Albanien sei die Pflegeausbildung b…