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Wirtschaft - 12.02.2019

Briefe nur noch alle zwei Tage?

Dreimal oder bloß einmal die Woche: Die Post hat alternative Zustellrhythmen ausprobiert. Künftig könnten Roboter die Boten unterstützen.

Nur jeder siebte Brief kommt von einem privaten Absender.

Briefe nur alle zwei Tage oder gar bloß einmal pro Woche: Nach einem halben Jahr hat die Deutsche Post ihren Test alternativer Zustellrhythmen planmäßig beendet. Man beginne jetzt mit der Auswertung, teilte der Konzern mit.

Ziel sei es, „in einer zunehmend digitalisierten Kommunikationswelt mehr über die heutigen Bedürfnisse der Kunden beim Briefempfang zu erfahren“, sagte eine Post-Sprecherin dem Tagesspiegel. Alle Kundengruppen hätten freiwillig teilgenommen. Manche fürchten, dass die Post Briefe bald grundsätzlich nicht mehr sechs Tage austrägt, wozu sie jedoch gesetzlich verpflichtet ist.

„Komplett ergebnisoffen“

Im November hatten sich die Justizminister der Länder zu Wort gemeldet und auf eine Briefzustellung an jedem Werktag gepocht. Das sei zur Gewährleistung rechtssicherer Justizverfahren nötig, solange diese nicht in digitaler Form möglich seien. „Der Test ist komplett ergebnisoffen und eine Übernahme in den Regelbetrieb derzeit nicht geplant“, betonte die Sprecherin. Die Post werde weiterhin den Vorgaben der Postuniversaldienstleistungsverordnung entsprechen.

Das Briefgeschäft, einst Kernsparte des Unternehmens, ist bei der Deutschen Post seit Jahren rückläufig. Zuletzt sank die Zahl verschickter Briefe um 3,7 Prozent (2016). Lediglich jeder siebte Umschlag kommt überhaupt noch von Privatkunden. Um die Einbußen zu kompensieren, war in den vergangenen Jahren das Porto mehrfach erhöht worden. Das Unternehmen argumentierte: die Menge der Briefe sinke, aber der Aufwand bleibe der gleiche.


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Roboter als Postboten

Unterstützung bekommen könnten Briefträger künftig von Robotern: Im hessischen Bad Hersfeld hat ein solches Gerät einen Zusteller in einer Testphase erfolgreich begleitet. Der 1,50 Meter hohe Helfer folgt dem Boten auf dem Fuß und kann bis zu 150 Kilogramm Postsendungen tragen. Jetzt wolle man das Projekt weiterentwickeln, sagt der Konzern.

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