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Wirtschaft - 15.05.2019

Reiseveranstalter warnt vor drastischen Gewinneinbruch

Der Reiseveranstalter hat im ersten Halbjahr einen höheren Verlust verbucht als im Vorjahr.

Es geht abwärts. Auch das Flugverbot der Boeing 737 Max-Maschinen belastet die Bilanz von TUI.

Das Startverbot für Boeings neue Mittelstreckenjets droht dem weltgrößten Reisekonzern Tui den Gewinn so stark zu verhageln wie befürchtet. Das branchenübliche Minus der ersten Quartale erreichte beim bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) 300,6 Millionen Euro nach minus 169,7 Millionen vor Jahresfrist, während der Umsatz um 1,7 Prozent auf 6,68 Milliarden Euro stieg. Neben dem Boeing-Startverbot trugen auch Überkapazitäten nach Spanien und dadurch niedrigere Margen zum Minus bei. Zudem fällt das umsatzstarke Ostergeschäft ins dritte Quartal. TUI-Chef Fritz Joussen erklärte aber: „TUI ist strategisch wie operativ auf Kurs und gut aufgestellt. Deshalb wird auch 2019 ein solides Jahr.“

Gewinneinbruch bis zu 26 Prozent

Wenn bis Ende Mai nicht hinreichend sicher sei, dass die Boeing-Maschinen vom Typ 737 Max wieder abheben können, werde Tui Ersatzmaßnahmen wie Leasingverträge für andere Jets für den Rest des Sommers vollständig verlängern müssen, teilte der Konzern bei der Vorlage der Halbjahreszahlen am Mittwoch in Hannover mit. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September rechnet Tui-Chef Fritz Joussen beim operativen Gewinn (bereinigtes Ebita) mit einem Einbruch um bis zu 26 Prozent.


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Im vergangenen Winterhalbjahr bis Ende März trieb das Flugverbot für die Boeing-Maschinen den Tui-Konzern bereits tiefer in die roten Zahlen. Angesichts der jüngsten Pleiten und Übernahmen im Luftfahrtgeschäft sieht Joussen den Konzern aber gut gerüstet: „Aus der derzeitigen Konsolidierung der Branche in Europa wird Tui stärker, effizienter und profitabler hervorgehen.“

Das Geschäft für den Sommer läuft allerdings nicht so gut an. Die Buchungen lägen drei Prozent niedriger als im Vorjahr, die Preise ein Prozent höher, hieß es. Zugleich seien die Gewinnspannen für den Veranstalter geringer als noch 2018. (dpa)

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