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Kultur - 26.10.2018

Brauhaus statt Bauhaus: „Feine Sahne Fischfilet“ geben Konzertlocation in Dessau bekannt

Eine Woche nach der umstrittenen Konzertabsage durch das Bauhaus Dessau hat die Punkband eine neue Location präsentiert: Dessaus Brauhaus-Gelände. Den Gewinn aus dem Auftritt soll das Bündnis „Dessau Nazifrei“ erhalten.

Am Donnerstag vergangener Woche (18.10.2018) hatte die Stiftung Bauhaus Dessau das für den 6. November geplante Konzert im Bauhausgebäude abgesagt. Vorausgegangen war der Aufruf rechtsextremer Gruppen, während des Auftritts zu protestieren. Die Entscheidung war bundesweit auf scharfe Kritik gestoßen. Die Punkband aus Mecklenburg-Vorpommern hat nun verkündet, in Dessau eine neue Location gefunden zu haben. Das Konzert werde wie geplant am 6. November stattfinden – auf dem Brauhaus-Gelände der Stadt.

Claudia Perren, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, hatte die Absage im Gespräch mit der Deutschen Welle verteidigt. Sie habe Rechtsradikalen keine Plattform bieten wollen, doch sei diese Entscheidung der Stiftung „diesmal auf die Füße gefallen“. Durch die Absage habe man den Nazis jetzt eine noch breitere Aufmerksamkeit ermöglicht. Perren regte an, über ein neues Bündnis gegen Rechts zu diskutieren, um solch eine Situation künftig zu vermeiden.

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„Hätte Absage zurückziehen können“

„Feine Sahne Fischfilet“ scheinen vom Bedauern der Stiftungsdirektorin unbeeindruckt. Wenn sie davon rede, wie wichtig es sei, „den Nazis nicht das Feld zu überlassen, dann hätte man die Absage einfach zurückziehen können“, schrieb die Band auf ihrer Facebook-Seite.

Zu Wochenbeginn war der Eindruck entstanden, das Anhaltische Theater in Dessau sei der neue Austragungsort des Konzerts. Das Theater hatte sich in der vergangenen Woche zunächst der Absage der Stiftung Bauhaus angeschlossen und mitgeteilt, nicht als alternativer Veranstaltungsort zur Verfügung zu stehen – ohne allerdings jemals von der Band angefragt worden zu sein, wie diese auf Facebook klarstellte. Offenbar hatten Medien bei Dessauer Kultureinrichtungen angefragt, ob sie das Konzert theoretisch austragen würden. Das Theater hatte dann Anfang dieser Woche mitgeteilt, die abschlägige Reaktion zu bedauern.

tla/nf (dpa, Twitter, Facebook)

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