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Sport - 05.02.2019

Geisel will Hertha und Union nicht zahlen lassen

Berlins Innen- und Sportsenator Geisel möchte Fußballvereine nicht an Kosten von Polizeieinsätzen beteiligen: „Da wären einige Vereine sehr schnell pleite.“

Hertha-Fans feiern 2011 den Aufstieg nach einer Niederlage gegen 1860 München. Es gab Festnahmen nach Flaschenwürfen.

Berlins Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) möchte Fußballvereine nicht an den Kosten für Polizeieinsätze beteiligen. „Ich werde den Vereinen keine Rechnung stellen“, sagte Senator Geisel dem Tagesspiegel. „Sport sollte gefördert werden – und nicht belastet. Ein Verein in der 1. Liga könnte sowas vielleicht noch bezahlen, aber was ist mit den unteren Ligen? Da wären einige Vereine sehr schnell pleite, wenn man sie zur Kasse bitten würde.“

Demnächst entscheidet das Bundesverwaltungsgericht darüber, ob das Land Bremen verlangen kann, dass ein Fußballverein für Polizeieinsätze zahlt, wenn seine Fans diese verursachen. Juristen erwarten mit Blick auf Hooligan-Ausschreitungen, dass das rechtens sei.

Im Vorjahr hatte schon das Oberverwaltungsgericht (OVG) Bremen entschieden, dass sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) an Mehrkosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Hochrisikospielen beteiligen muss. Die DFL ist für das operative Geschäft der Bundesliga und der Zweite Bundesliga verantwortlich.

In Berlin gibt es immer wieder Hochrisikospiele – unter anderem, wenn Hertha (Bundesliga) oder der FC Union (Zweite Liga) antreten. Andere Bundesländer rechnen damit, Fußballvereine für bestimmte Einsätze von Polizisten zahlen zu lassen. Diese Rechnungen müssen allerdings, so das Urteil des OVG, gut begründet sein.

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