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Wissen - 13.03.2019

Umweltschäden verursachen ein Viertel der Todes- und Krankheitsfälle

Laut dem Global Environment Outlook zum Zustand der Erde öffnet sich zudem die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter.

Hochhäuser ragen aus dem Smog der Stadt Nantong in der ostchinesischen Provinz Jiangsu heraus.

Ein Viertel der Erkrankungen und vorzeitigen Todesfälle weltweit werden einem UN-Bericht zufolge durch Umweltverschmutzung und -zerstörung verursacht. Luft- und Wasserverschmutzung sowie die fortschreitende Zerstörung von Ökosystemen beeinträchtigten die Lebensräume von Milliarden von Menschen, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie. Neun Millionen Todesfälle allein im Jahr 2015 seien auf Umweltverschmutzung zurückzuführen.

An dem Global Environment Outlook (GEO) zum Zustand der Erde arbeiteten rund 250 Wissenschaftler aus 70 Ländern sechs Jahre lang. Die zunehmende Umweltverschmutzung leiste einer weltweiten Epidemie Vorschub, die immer größere wirtschaftliche Schäden verursache.

Zugleich öffne sich die Schere zwischen Armen und Reichen immer weiter, warnen die Experten. Übermäßiger Konsum, Lebensmittelverschwendung und Verschmutzung in den Industrieländern führe in ärmeren Ländern zu Hunger, sich verschärfender Armut und Krankheiten. So verursachten verseuchtes Trinkwasser und dürftige Sanitäranlagen jährlich den Tod von rund 1,4 Millionen Menschen. Noch gefährlicher sei die Luftverschmutzung, der jährlich zwischen sechs und sieben Millionen Menschen zum Opfer fielen.

In einer Handlungsanweisung an die Politik in dem Bericht heißt es: „Es ist dringendes Handeln in einem beispiellosen Ausmaß notwendig, um die Situation zu stoppen und umzukehren.“ (AFP)

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